Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Frauen der Einladung zum Oasentag für Frauen gefolgt. Das Dekanatsfrauenteam für die Dekanatsbezirke Altdorf und Hersbruck, Edda Kressin und Brigitte Liwanetz, hatten einen besonderen Tag mit interessanten Informationen, aber auch mit Ruhe und Innehalten vorbereitet, der diesmal im Gemeindehaus in Rummelsberg stattfand.
Unter dem Motto „Mutig den eigenen Weg gehen“ berichtete Diakonin Martina Fritze vormittags viel Wissenswertes über Antonie Anna Nopitsch, eine diakonische Pionierin des 20. Jahrhunderts und die Gründerin des Bayerischen Mütterdienstes. Mit Mut und Ausdauer hatte sie sich auch in der Zeit des Nationalsozialismus nicht vereinnahmen lassen, sondern immer wieder kreative Wege für ein Weiterwirken gefunden. Nach dem Krieg gelang ihr eine bundesweite Vernetzung mit der Gründung des Deutschen Müttergenesungswerkes. Weiterhin etablierte sie in Deutschland den Weltgebetstag für Frauen.
Nach einem leckeren Mittagessen spazierte die Gruppe durch den Rummelsberger Friedwald zur Eisdiele auf dem Gelände der Rummelsberger Diakonie. Danach stand eine Führung im Diakoniemuseum auf dem Programm, zum Thema Nationalsozialismus 1933 – 1945, ebenfalls unter der Leitung von Diakonin Fritze. Den Tag ließen die Frauen mit abschließenden Gedanken in der Tageskapelle ausklingen.
Der abwechslungsreiche, rundum gelungene Tag endete mit einem kleinen Wermutstropfen: Für die beiden Dekanatsfrauenbeauftragten Edda Kressin und Brigitte Liwanetz war es die letzte Organisation eines Oasentages, da beide nach langjährigem Engagement nun ihr Amt niederlegen. Eine Nachfolge wird in den Dekanaten noch gesucht.
Monika Gniffke
